War es doch kein Weltraummüll?

Das Auseinanderbrechen der dienstältesten amerikanischen Raumfähre COLUMBIA, die seit 1981 im Einsatz war und gerade ihren 28. Flug absolviert hatte, ist möglicherweise doch nicht auf einen Meteoritentreffer oder einen Zusammenstoss mit Weltraumschrott zurück zu führen.

Eine unabhängige Untersuchungskommission zum COLUMBIA-Absturz unter Leitung des ehemaligen Vizeadmirals Harold Gehrman kommt zu dem vorläufigen Schluss, dass die Unglücksursache ein Leck oder ein Riss an der linken Tragfläche war, der Grund also nicht schadhafte oder zerstörte Hitzeschutzkacheln waren. Diese sind zwar, so belegen mittlerweile aufgefundene Teil des Shuttlerumpfes, weitgehend verkohlt, doch immer noch vorhanden.

Die erhöhten Temperaturen, die an der linken Tragfläche gemessen worden waren, wiesen, so ein Sprecher, auf Plasma hin, das in den Triebwerksschacht eingedrungen war. Beim Wiedereintritt des etwa 37 m langen Space Shuttle mit der offiziellen Bezeichnung OV-102 war es (wie bei jedem Shuttle in dieser Flugphase) durch die Reibung an den Molekülen der Erdatmosphäre von hoch ionisiertem Plasma umgeben, das durch eine Instabilität in der strukturellen Integrität an der Unterseite der Raumfähre, wahrscheinlich in den Fahrwerksschacht unter der linken Tragfläche eingedrungen. Dadurch sei es zu deren teilweisen Abriss und dann zu nicht mehr kontrollierbaren Flugbewegungen gekommen. Diese versuchte der Bordcomputer allerdings vergeblich durch Bewegungen am Höhenruder auszugleichen. Diese neue Hypothese wird unterstützt durch Videoaufnahmen, die von einem Apache-Hubschrauber der US Air Force kurz vor der Katastrophe aus aufgenommen wurden.

Wie NASA-Flugdirektor Milt Heflin auf einer Pressenkonferenz zugab, erhielt die NASA bereits zwei Tage vor dem Absturz am 1. Februar, bei der alle sieben Astronauten getötet wurden, von einem NASA-Ingenieur per Email den Hinweis, dass es zu einer Überhitzung des Fahrwerks kommen könne. Diese Möglichkeit wurde von der NASA jedoch als äußerst gering bewehrtet.

Mittlerweile wurden die sterblichen Überreste der Astronauten genetisch untersucht und eine einwandfreie Identifizierung ermöglicht.


Quellen:

www.n-tv.de
http://de.news.yahoo.com/030207/3/3a6p0.html
www.wdr.de


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