Steckbrief:

Name: Manfred Holl
wohnhaft: Friedrich-Ebert-Damm 12 a, D-22049 Hamburg
Geburtsort: steht in meinem Ausweis
Geburtstag: steht daneben
Geburtsjahr: 1961
Musik: höre ich
Fernsehen: gucke ich, bin da manchmal, bei astronomischen events, auch zu sehen
Artikel: schreibe ich
Bücher: habe gleich mehrere (Telefonbücher und Fahrplanbuch des Hamburger Verkehrsverbundes)
Teleskop: kenne jemanden, der weiß, wie eines aussieht
astronomische Interessengebiete: Sonne, Planetenbeobachtung, Webcam- und Videoastronomie, Astronomiegeschichte und Raumfahrtgeschichte.
astronomisches Instrumentarium: 90/1000 und 80/400 Refraktor sowie mehrere Feldstecher
Mitgliedschaften: Gesellschaft für volkstümliche Astronomie e. V. Hamburg (GvA), Vereinigung der Sternfreunde e. V. (VdS), Arbeitskreis Astronomiegeschichte der Astronomischen Gesellschaft
bisherige und aktuelle Aktivitäten: Co-Redakteur der Zeitschrift "Nachtschwämer" (1984-1989), stellvertretender GvA-Prüfer (1992-1994), Leiter der Sektion Sonne der GvA (1979-1980 und seit 1993), GvA-Schriftführer (1994-2002), Co-Leiter der Sektion Öffentlichkeitsarbeit (1996-2000), Co-Redakteur der Vereinszeitschrift "Sternkieker" der GvA (seit 1996), Co-Leiter des Fachgebietes "Lichtbrücken des Redaktionsstabes der Zeitschrift SONNE (1997-2003), Leiter der neu gegründeten GvA-Sektion Astronomie-, Raumfahrt- und GvA-Geschichte (seit 2002), Layouter von SONNE (2005 bis 2006), freier Mitarbeiter der Zeitschriften Sternzeit (seit 2000), interstellarum (seit 2002), Sterne und Weltraum (seit 2005), Astronomie heute (seit 2007).

Kurzbio:

Für die Astronomie und Raumfahrt interessiere ich mich seit Ende der 60er Jahre. Dunkel erinnern kann ich mich noch an die Fernsehsendung der APOLLO 8-Astronauten. Auch an APOLLO 11 habe ich eher verschwommene Erinnerungen: An dem Tag fuhr ich mit meinen Eltern zu meinen Großeltern nach Grünendeich im Alten Land bei Hamburg. Vor der Abfahrt sahen wir die Landung im Fernsehen, nach der Ankunft weitere Sendungen. Mein Interesse über die Astronomie ging aber leider nicht konsequent weiter. Die Vorstellung, ein eigenes Teleskop zu besitzen, konnte ich in den folgenden Jahren nicht verwirklichen. Zwar verfolgte ich die APOLLO-Flüge weiter und war nach APOLLO 17 sehr enttäuscht darüber, dass es keine weiteren Missionen zum Mond mehr geben würde. Mein Weg führte erst einmal zu Astronomiebüchern, aber auch zur Science-Fiction-Literatur, die für die folgenden Jahren bestimmend wurde.

Etwa um 1975 herum besuchte ich mit meinem Vater das Hamburger Planetarium und erfuhr auch an einem kleinen Stand im Eingangsbereich, dass es dort einen astronomischen Verein, die GvA gab. Es dauerte auch noch zwei volle Jahre, bis ich dort Mitglied wurde. Immer noch ohne eigenes Fernrohr - und ohne die elterliche Unterstützung in dieser Hinsicht - besuchte ich regelmäßig das "Astronomische Seminar" im Planetarium, eine Veranstaltungsreihe, die aus der Kooperation der GvA entstanden war und erst mit dem Einsetzen eines neuen Planetariumsleiters und dem schlussendliche Rauswurf des Vereins im Jahr 2002 endete. 

Im Jahr 1979 übernahm ich von Andreas Saul die Sektion Sonne und so wurde mein Interesse auf unser Tagesgestirn gelenkt, dem ich bis heute treu geblieben war. Als Beobachtungsinstrument setzte ich erst einen alten 10 x 50 Feldstecher aus Familienbesitz ein - Verständnis für dieses Hobby erntete ich aber immer noch nicht. 1980 gab ich dann - auch auf Druck der Familie - den Posten als Sektionsleiter auf. Inzwischen hatte ich auch meine Ausbildung bei der Stadt Hamburg begonnen.

Die Sonnenbeobachtungen konnte ich unter großen Mühen fortsetzen, erst mit einem eigenen Feldstecher, später dann mit einem kleinen 80/400er Refraktor, den ich heute noch besitze und mit dem ich nach wie vor Relativzahlen bestimme.

Durch Kontakte zu anderen Vereinsmitgliedern erfuhr ich auch von den Möglichkeiten der Beobachtung mit eigenen Fernrohren. Zu bestimmten Zeiten konnte ich auch an der Repsold-Sternwarte der GvA beobachten und wurde so vom praktischen Astro-Virus infiziert.

Großen Streit in der Familie gab es dann, als ich mir von meinen Ersparnissen einen eigenen 60/910-Refraktor kaufte, mit dem ich regelmäßig die Sonne beobachtete. Hinsichtlich meines astronomischen Hobbys habe ich nie die Unterstützung und das Verständnis erfahren dürfen, wie das bei anderen Sternfreunden der Fall war. Stets musste ich gegen innerfamiliäre Widerstände ankämpfen, die nie endeten. Nach dem Auszug aus der elterlichen Wohnung folgte zu dem aus zwei Geräten bestehenden Astro-Fuhrpark noch ein C 8.

Doch das Schicksal meinte es mal wieder nicht so gut mit mir: Nach meiner ersten Leisten-OP verkaufte ich den großen Refraktor und das C8, was ich heute noch bedaure, doch statt neuer großer Teleskope kamen zwei weitere OPs hinzu ...

Inzwischen hatte ich das eine oder andere Mal bei befreundeten Sternfreunden beobachtet und dort erste Erfahrungen in der praktischen Astronomie sammeln können. Doch das norddeutsche Wetter und mein Beobachtungsstandort in der Stadt lassen bis heute außer bei Sonnenbeobachtungen keine regelmäßigen Programme zu.

Um 1990 herum beobachtete ich meinen ersten Kometen, Levy 1990c, ihm folgten so Highlights wie Hyakutake, Hale-Bopp usw. Von der Planetenbeobachtung war ich immer schon fasziniert, konnte meine Wünsche und Vorstellungen in dieser Richtung aber nicht umsetzen. Erst als die GvA in Hamburg-Bergedorf eigene Räumlichkeiten anmietete und dort die Max-Beyer-Sternwarte gründete, konnte ich mit Hilfe von Webcams meine ersten eigenen Mond- und Planetenbilder erstellen. Dadurch, dass ich für die Sternwarte einen Schlüssel besaß, konnte ich eine gewisse Regelmäßigkeit aufkommen lassen, die aber schon 2006 wieder zerstört wurde, als die GvA abermals ihre Sternwarte verlor. 

Seit einigen Jahren bin ich auch Besitzer eines 90/1000er-Refraktors, den ich in der letzten Zeit dank einer Baumfällaktion einsetzen kann.

Den Traum von einer eigenen Sternwarte habe ich zwar immer noch, doch angesichts vieler kaum zu bewältigender Probleme auf dem Weg dahin, wird sich der wohl nicht mehr verwirklichen lassen ...

Dafür nenne ich jetzt seit ein paar Monaten einen 8 Zoll-Dobson mein Eigen, mit dem ich schon ein paar sehr schöne Beobachtungen machen konnte.

zurück zur Homepage
© Manfred Holl, Impressum