James Dwight Dana (1813-1895)

In Italien waren zahlreiche Archäologen mit der Ausgrabung der im Jahre 79 n. Chr. bei einem Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji beschäftigt und in Mitteleuropa verbündete sich Preußen mit Rußland und zog gegen die anstürmenden Truppen Napoleons I. zu Felde, als James Dwight Dana am 12. Februar 1813 in Utica (New York) geboren wurde.

Leider ist über ihn, seine Jugend- und Studienzeit oder den persönlichen Verhältnissen, in denen er lebte, nur wenig überliefert. Man weiß inzwischen, daß er als Geologe an der ,,U.S.Exploring Expedition" (1838-1842) teilnahm und während dieser Zeit umfangreiche Untersuchungen zur Geologie und Mineralogie durchführte. Ab 1850 war er Professor für Geologie und Naturgeschichte am Yale College. Für die Geschichte der astronomischen Wissenschaft ist bedeutsam, daß er schon frühzeitig die Theorie vertrat, die Entstehung der irdischen Gebirge werde durch die Kontraktion des Erdkörpers bewirkt. Wie wir heute wissen, wird die Auffaltung von Gebirgen auf der Erde durch die Bewegung der Kontinentalschollen hervorgerufen, eine Ansicht, die erstmals durch den deutschen Geologen und Meteorologen Alfred Wegener (1880-1930) vertreten wurde, wofür dieser sich zunächst allerdings nur Spott und Tadel einhandelte, bis es mit den Meßmethoden unserer Tage gelang. die von ihm vorausgesagte Kontinentaldrift tatsächlich zu beweisen.

In der Frage um die Entstehung der Mondkrater vertrat Dana, wie übrigens auch die bekannten Mondforscher James Nasmyth (1808- 1890) und James Carpenter, die Ansicht, die beobachteten Mondkrater seien vulkanischen Ursprungs. James Dwight Dana, der am 14. April 1895 in New Haven (US- Bundesstaat Connecticut) verstarb, schrieb außerdem mehrere Lehrbücher wie ,,Manual of Geology" (1862) oder ,,Characteristics of Volcanoes" (1890) und war von 1846 bis zu seinem Tode Herausgeber der Fachzeitschrift ,,American Journal of Science".

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