Tycho Brahe (1546-1604)


Am 14. Dezember 1546 brachte die Frau des dänischen Gutsherren Otto Brahe von Knudstrup auf der Insel Schonen ein Zwillingspärchen zur Welt. Aufgrund widriger Umstände, die eigentlich nie so genau geklärt wurden, starb der eine Säugling schon kurz nach seiner Geburt. Der andere Zwilling aber, war wesentlich kräftiger und überlebte, sein Name war: Tyge Brahe.

Kurze Zeit später entführte der kinderlose Jörgen Brahe, der Bruder Otto`s das Kind. Daraufhin entbrannte ein unerbittlicher Familienstreit , der erst beigelegt wurde, als Otto`s Frau abermals ein Kind gebar. So einigten sich die Brüder darauf, daß der reiche Jörgen Brahe den jungen Tyge erziehen sollte.

Nach seiner Schulzeit begann Tyge an der Kopenhagener Universität Latein zu studieren. Seit dieser Zeit nannte er sich Tycho und nicht mehr Tyge. Mit 16 Jahren nahm ihn sein Pflegevater von der Universität, damit er in Leipzig Jura studieren konnte, was ihm anfangs überhaupt nicht gefiel. Sein Begleiter auf der mehr als beschwerlichen Reise nach Deutschland war der etwa vier Jahre ältere Sörensen Vedel, der ihn ,beschützen und in finanziellen Angelegenheiten unterstützen sollte. Außerdem hatte er dafür zu sorgen, daß Tycho gute Leistungen auf der Universität brachte und sich nicht nebenbei mit nutzlosen Studien beschäftigte. Zu dieser Art Studien gehörte seinerzeit, jegliches Interesse an der Wissenschaft, vor allem aber an Mathematik und Astronomie. Letzteres in erster Linie wegen der allgewaltigen Inquisition, die es verbot, eine andere als die vorherrschende Lehrmeinung zu vertreten, die von der Kirche vorbestimmt war. Schließlich bestand bei der Beobachtung des Sternenhimmels die Gefahr, daß jemand auf die Ideen kommen könnte, die die kirchliche Lehre in einigen Punkten widersprüchlich und falsch erscheinen lassen konnten. Zumal das aristotelische Weltbild und die altgriechischen Schriften als endgültig angesehen wurden. Warum also sollte man sich mit etwas beschäftigen, daß ohnehin keine Neuerungen mehr bieten konnte?

Anläßlich einer totalen Sonnenfinsternis, die am 21.August 1560 über Kopenhagen zu beobachten war, bestürmte der junge Tycho, der damals noch in Dänemark lebte, seine Professoren mit Fragen bezüglich der Entstehung solcher Naturereignisse. Sie sagten ihm alles das, was sie selber zu wissen glaubten, vor allem aber, was die Kirche und die Bibel zu diesen Himmelserscheinungen aussagte. Man erzählte ihm von ,,göttlicher Unveränderlichkeit" und ,,Zorn der Götter"., was ihn aber nicht zufriedenstellte, denn ihn interessierte der wahre Grund für die Entstehung einer Sonnenfinsternis.

Also kaufte er sich kurzerhand den ,,Almagest" in lateinischer Sprache, die er ja während seiner Studienzeit in Kopenhagen gelernt hatte. Sein Onkel bewilligte zwar das Geld für dessen Anschaffung , war aber sehr ungehalten darüber, weil offenkundig wurde, daß Tycho unwichtigen Wissenschaften nachging. Schließlich war es für das Ansehen eines zukünftigen Edelmannes nicht sehr zuträglich, sich mit Astronomie zu beschäftigen.

Jura dagegen gebrauchte man ständig, um sich gegen die häufigen Streitigkeiten mit anderen Gutsherren erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Folglich hatte Sörensen Vedel dafür zu sorgen, daß sich Tycho Brahe verstärkt seinem Rechtsstudium widmete. Trotzdem war es ihm erlaubt, nachts Sterne zu beobachten, wenn er dafür am Tage anständige Leistungen brachte. Auch als Tycho den Wunsch äußerte, Vorlesungen über Mathematik beizuwohnen, wurde es ihm gewährt, er solle dabei jedoch bedenken, so sein Onkel Jörgen Brahe, "daß ein Kopenhagener Mathematiker vor kurzem beim Nachdenken über mathematische Probleme verrückt geworden sei und den Verstand verloren habe"!. Daraufhin gab Tycho sein feierliches Versprechen, entsprechend vorsichtig zu sein.

Sogleich setzte er sich mit den beiden Leipziger Mathematikprofessoren Valentin Thau und Bartholomaeus Scultetus zusammen, um mit ihnen über die mathematischen Probleme bei der Entstehung von Sonnenfinsternissen zu sprechen. Da beide aber offensichtlich nicht viel Zeit hatten, oder aber einfach nicht wollten, nannten sie Tycho einige einschlägige Werke, die er sich ansehen sollte und die ihm möglicherweise mit seinem Problem weiterhelfen konnten.

Er schaffte es, einige Geldstücke für den Kauf der Bücher und für zwei astronomische Tafeln, die "Ephemerides" von Stidius und die ,,Tabulae Bergensis"' von seinem Betreuer Vedel zu bekommen. Als er daraufhin seine Beobachtungen mit den Tafeln verglich, machte er die Feststellung, daß die Tafeln den wahren Planetenstellungen an bestimmten Tagen entweder vorauseilten oder zurückblieben. Auch die ,,Alfonsinischen Tafeln", die er zusätzlich erwarb, zeigten Differenzen von teilweise bis zu einem Monat!

Weiter kam Tycho in seinen Studien zunächst nicht, denn er mußte, man schrieb mittlerweile das Jahr 1565, nach Dänemark reisen, weil sein Onkel und Pflegevater Jörgen im Sterben lag. So erbte Tycho dessen Besitz und konnte sich nun ganz seiner geliebten Astronomie widmen, da er ja nicht mehr nach Deutschland konnte, um dort Jura zu studieren.

Steen Bille, ein anderer Onkel, riet ihm, in Bezug auf Fragen zur Lösung wissenschaftlicher Probleme erst einmal in Dänemark zu bleiben und den geerbten Besitz kennenzulernen und zu verwalten. Danach, so Bille konnte er immer noch wieder nach Deutschland zurückkehren.

Er folgte dem Rat und als er später wieder in Deutschland verweilte, geriet er mit dem jungen Dänen Manderup Parsbjerg in einen mathematischen Streit, der schließlich dazu führte, das Tycho zum Duell herausgefordert wurde. Während des Kampfes, der mit Degen ausgefochten wurde (übrigens eine durchaus gängige Methode, um Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten aus der Welt zu schaffen), war zwar keiner der beiden Kontrahenten ernsthaft verletzt worden, doch Tycho behielt eine Verletzung nach, die nie wieder heilen sollte. Ein Degenhieb Parsbjergs hatte ihm nämlich das Riechorgan abgetrennt, so daß Tycho fortan eine Silbernase trug, die täuschend echt ausgesehen haben soll.

Nach diesem weniger schönen Ereignis kehrte er nochmals heim nach Dänemark, um dann später in Augsburg nach seinen Plänen einen Quadranten und einen Sextanten bauen zu lassen. Beide Geräte - das erste diente zur Messung der Sternhöhe, das zweite zur Messung der Winkelabstände zwischen den Sternen - waren selbst für damalige Verhältnisse enorm groß und nur schwer zu transportieren.

Mit diesen Geräten konnte er nun eingehend den Himmel beobachten und vermessen. Er trug seine Meßergebnisse auf einem etwa fünf Fuß hohen Globus ein, der 1728 bei einem Feuer in der Universität Kopenhagen verbannte. So blieb der Nachwelt kein direkter Nachweis über die Genauigkeit der Tychonischen Sternpositionen erhalten.

Als Tycho Brahe einige Zeit später nach Dänemark zurückgerufen wurde, weil sein leiblicher Vater im Sterben lag, versuchte sein Onkel Steen Bille vergebens, sein Interesse auf ein chemisches Labor (soweit man es nach heutigen Maßstäben so nennen kann) zu lenken, um ihn in Dänemark zu halten. Ausschlaggebend für die Absage war der 11. November 1572. An dem Abend entdeckte er einen vermeintlich neuen Stern, eine Nova, im Sternbild Cassiopeia und begann sogleich, ihn zu beobachten und seine Position relativ zu den anderen Sternen dieser Himmelsgegend zu ermitteln.

Wenig später schrieb er seine Gedanken über den neuen Stern, der teilweise sogar am Tage sichtbar war, in seinem 52seitigen Werk ,,De nova stella" nieder. Dieses Buch war jedoch nicht ein rein astronomisches, denn astrologische Auffassungen und Interpretationen des neuen Sterns füllten eine nicht unerhebliche Zahl von Seiten. Der astronomische Teil enthielt lediglich Angaben über Position und Helligkeit des neuen Sterns.

Im darauffolgenden Jahr hielt Tycho Brahe mehrere Vorlesungen an der Universität Kopenhagen über Mathematik, Geschichte und zum Teil auch Astrologie. Danach reiste er weiter nach Kassel in Deutschland, wo er von Landgraf Wilhelm IV von Hessen-Kassel empfangen wurde, der ihm sogar eine eigene Sternwarte zur Verfügung stellte. Beide vertrugen sich glänzend, tagsüber sprach man über astronomische Fragen und nachts wurde der Himmel beobachtet.

Eine Woche später fuhr Tycho zur damals schon existierenden Frankfurter Buchmesse und dann weiter nach Augsburg und Regensburg, wo er bei der Krönung Rudolfs II von Habsburg zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation den kaiserlichen Hofarzt und Liebhaberastronomen Tadeaz Hegecius kennenlernte, mit dem er sich ebenfalls ausgiebig über Astronomie unterhielt. Danach kehrte Tycho nach Dänemark zurück, ohne jedoch zu vergessen, zuvor noch eine handschriftliche Kopie der ,,Narratio Prima" von Rhaeticus zu kaufen.

Zur gleichen Zeit schrieb Landgraf Wilhelm IV einen Brief an Dänemarks König Frederik II, worin er zum Ausdruck brachte, daß man Tycho Brahe bei der Durchführung seiner Pläne alle nur erdenkliche Hilfe gewähren solle. Es wäre ein schwerer Fehler, so Wilhelm IV, den Gelehrten Brahe nicht zu unterstützen, denn er könnte verdienstvolle Leistungen für Dänemark erbringen!

König Frederik II stimmte Wilhelm IV vollauf zu, einmal, weil er selbst Interesse an der Astronomie hatte, zum anderen deshalb, weil er mit Tycho Brahe sehr gut befreundet war. Am 16. Februar 1576 übereignete ihm der dänische König daher die Insel Hveen, auf der er künftig seine wissenschaftlichen Studien fortsetzen konnte. Der eigentliche Grund für die Übereignung war allerdings ein anderer. Tycho hatte den Wunsch geäußert, in Deutschland mit einem anderen Gelehrten zu zusammenzutreffen und möglicherweise dort zu bleiben. Damit er Dänemark nicht den Rücken kehrte, schlug König Frederik II vor, daß der deutsche Gelehrte ihn doch in seiner Heimat besuchen solle. Tycho wer einverstanden und übernahm die Insel zuzüglich einer Unterstützung von 400 Talern. Von dem Geld baute er sich seine erste eigene Sternwarte, die Uraniburg, welche im November 1580 vollendet war.

Zuvor hatte Brahe das Glück, den ,,Großen Kometen von 1577" zu beobachten. Er schrieb sogleich seine (natürlich auch wieder astrologischen) Ansichten in Deutsch und Latein nieder. Während die lateinische Ausgabe gleich darauf gedruckt wurde, erschien die deutsche erst im Jahre 1922 (! ).

In der Ruhe und Abgeschiedenheit der Insel Hveen betrieb er nun seine himmelskundlichen Forschungen. Dazu gehörten u. a. die Beobachtung der bis dahin bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn). Tycho hatte anfangs das Bestreben, immer mehr Gehilfen für seine Arbeit einzustellen, obwohl er eigentlich dagegen war. So baute er sich seine zweite Sternwarte, auf der er vollkommen allein zu arbeiten gedachte. Diese erhielt den bezeichnenden Namen ,,Sternenburg". 1584 war der Bau beendet und Tycho faßte den Plan, ein sich aus seinen Beobachtungen ergebendes Weltmodell vom zu entwerfen. Der Komet des Jahres 1585 brachte ihn jedoch von seinen Plänen ab und er begann wieder zu messen. Jahre später erst setzte er den Bau an seinem Modell fort, das wie folgt aussah:

"Immer noch stand die Erde fest im Mittelpunkt des Universums und die anderen Himrnelskörper umkreisten sie in sog. Sphären. Im Gegensatz zur ptolemäischen Weltlehre stand der Mond der Sonne näher. Als nächstes folgte die Sonne, die zwar größer als alle anderen Himmelskörper war, so nahm man wenigstens an, jedoch soweit von der Erde entfernt, daß sie scheinbar den gleichen Durchmesser wie der Mond hatte.'"

Zwar war Tycho zu diesem Zeitpunkt schon recht weit in seinen Überlegungen gekommen, daß es ihm eigentlich ein leichtes hätte sein müssen, zu erklären, wie denn nun eine Sonnenfinsternis zustande kam, doch diesem "Geheimnis" kam er in seinem ganzen Leben nicht auf die Spur.

"Der Sphäre des Mondes und der Sonne folgte die der Fixsterne". Dabei ließ er allerdings offen, ob er der Ansicht war, daß die Sterne in EINER Entfernung zur Erde standen oder in unterschiedlicher!

Im Jahre 1588 starb in Dänemark König Frederik II. Dessen Sohn Christian wer noch nicht in dem erforderlichen Alter, um Regierungsgeschäfte übernehmen zu können, also wurde eine provisorische Regierung bestellt, zu der eine ganze Reihe von sog. Edelmännern gehörten, die dem Wirken Tycho Brahes gegenüber nicht sehr zugetan waren. Die Gründe waren einleuchtend: Sie konnten nichts gegen ihn unternehmen, da er seine Ländereien, Hveen und Knudstrup, rechtmäßig und auf Lebenszeit erhalten hatte. Dennoch sah sich Tycho dem ständig stärkeren Druck gegenüber, der ihn schließlich veranlaßte, Dänemark abermals zu verlassen, diesmal für immer.

Auf seiner ,,Flucht", die erwartungsgemäß in Richtung Deutschland ging, wo er viele Freunde hatte, nahm er seine Familie und seine Schüler mit, unter ihnen auch einige langjährige Mitarbeiter. Seine Reise führte ihn zunächst nach Wandsbeck, einem kleinen Örtchen in Norddeutschland, heute größter östlicher Stadtteil Hamburgs. Tycho war einer Einladung des Wandsbecker Grafen Heinrich von Rantzau gefolgt, der ihm gewährte, im Turm des seinerzeit noch existierenden Wandsbecker Schlosses eine Sternwarte einzurichten.

Im Jahre 1598 schrieb Tycho Brahe sein Buch über astronomische Instrumente, mit dem Titel: "Astronomiae Instauratae mechanica", druckte es auf einer aus mitgebrachten Druckerpresse und veröffentlichte es in Wandsbeck. Der Druckort war möglicherweise die Wandesburgi sein, wahrscheinlich ein kleineres Schloß oder eine Burg in der Nähe des Wandsbecker Schlosses. Vielleicht lag sie auch an dem Bach, der heute als Wandse durch den Stadtteil fließt.

Im Herbst des gleichen Jahres zog es ihn weiter nach Prag, wo gerade das Ende der Pest gekommen war. Auch diesmal war er einer Einladung gefolgt. Sein Buch hatte er nämlich an den neuen dänischen König Christian IV und an Rudolf II geschickt. Letzterer war so erfreut darüber, daß er Tycho sofort als Kaiserlichen Hofmathematiker einstellte .Nach seiner Ankunft in Prag gab ihm der König sofort eine Audienz, denn er war an der Astronomie mehr interessiert als an seinen Regierungsgeschäften. Bald kam auch ein anderer nach Prag, der noch Geschichte schreiben sollte: Johannes Kepler, am 27.12.1571 zu Weil der Stadt geboren.

Tycho Brahe durfte sich eine von drei Sternwarten aussuchen und bekam ein geradezu fürstliches Gehalt ausgezahlt. Nachdem er seine neue Umgebung inspiziert hatte, und die 35 km von Prag entfernte Sternwarte bezogen hatte, entwarf er zusammen mit Johannes Kepler eine vollkommen neuartige Sternkarte, deren Abbild des Himmels nicht mehr die üblicherweise großen Unterschiede zur Wirklichkeit hoben sollte. Die Arbeit wurde mit Erfolg beendet und erhielt den Namen: ,,Rudolfinische Tafeln", die jedoch erst 1627 veröffentlicht wurden.

Der 24. Oktober 1604 war der Todestag Tycho Brahes. Er starb im Beisein seines Schülers Johannes Kepler, dem er auftrug, seine letzten Wünsche mit der nötigen Sorgfalt zu erledigen. Sie bestanden darin, noch einige Feinheiten an den Rudolfinischen Tafeln vorzunehmen und darüber hinaus Tychos Weltbild zu vollenden.

Tycho Brahe, der im Alter von nur 55 Jahren vermutlich an einem Harnblasenriß gestorben ist, zeichnete sein Leben und Wirken nicht dadurch aus, daß er hervorragende Entdeckungen auf dem Gebiet der Astronomie machte. In ihm vereinigten sich alle guten Eigenschaften, die einen hervorragenden Wissenschaftler ausmachen: Fleiß, Sorgfalt, Gründlichkeit und vor allem Genauigkeit in der Beobachtung. Tycho Brahe hatte es sich Aufgabe gemacht, Arbeiten seiner Vorgänger zu korrigieren und zu verbessern. Er bewies, daß Kometen aus dem All kommen und nicht, wie man bis dahin angenommen hatte, eine meteorologische Erscheinung darstellen und errechnete, daß die Präzessionsbewegung der Erdachse im Äquinoktium eine Differenz von 51 Bogensekunden pro Jahr ausmachte.

Bis zuletzt arbeitete er an seinem Lebenswerk, einem Sternkatalog in den er noch 777 verschiedene Sternpositionen peinlich genau eintrug. Tycho Brahe war es letztendlich zu verdanken, daß sich das Kopernikanische Weltbild durchsetzen konnte, wenngleich er sich mit diesem nicht in allen Punkten identifizierte. Dennoch waren es seine präzisen Aufzeichnungen, die es Johannes Kepler ermöglichten, nicht nur die bekannten Planetengesetze zu formulieren, sondern diese auch zu beweisen, weshalb sie zu einem wesentlichen Eckpfeiler und Wegbereiter für das kopernikanische Weltbild wurden.

Tycho Brahe, der zwar ein hervorragender Beobachter war, leider aber viele negative Charakterzüge aufwies, die in mehr als einmal in die Bredouille brachten, hätte es verdient , mit einem Denkmal geehrt zu werden. Statt dessen wurde er noch nicht einmal auf einem Friedhofsgelände beigesetzt. Zwei tschechische Anthropologen, die die Gebeine des toten Astronomen suchten, fanden diese in einer halb verschütteten Gruft in der Nähe der Teynkirche in der Prager Altstadt. Da Tycho Brahes Ansichten nicht mit denen der katholischen Kirche konform gingen, erachtete man es auch nicht als notwendig, auch nicht ob seiner Verdienste um die Astronomie, ihm auf dem Kirchengelände die letzte Ruhestätte einzurichten


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