9. Dezember 2001

Heute morgen schaute ich kurz nach 7 Uhr aus dem Fenster und sah den Mond unter einem absolut klaren Himmel. Ich hoffte schon, dass ich vielleicht heute doch mal die Sonne würde beobachten können. Im Radio erzählten sie was von einer aus Norden heran rückenden Wolkenschicht. Die Sonne stieg höher, ich frühstückte, die Sonne kletterte noch höher und ich baute meinen kleinen 80/400er Refraktor von seinem Tischstativ los, verpackte alles in meinen Rucksack, da ich derzeit die Sonne nur von einem nahen Spielplatz aus erreichen kann. Die Sonne stieg immer noch höher, schon konnte ich ihren oberen Rand über dem Dach meines Nachbarhauses erkennen - und auf dem Spielplatz waren auch schon die ersten Aufhellungen durch die Sonne zu sehen. Nur noch ein wenig warten und - was war das?

Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnn!

Die Wolken kamen und schoben sich vor die Sonne..................

Zwischendurch klarte es immer wieder mal für kurze Momente auf. Jedes Mal, wenn ich aufsprang, die Stiefel überziehen wollte, kamen wieder Wolken. Die Lücken wurden kleiner und ab Mittag war hier wieder alles zu. Also schon wieder keine Beobachtung (die letzte war am 10.11.), und dann kriegt man noch Anrufe, in dem man gefragt wird, ob man auch die Sonne beobachtet hat, weil man gerade eben so toll Flecken und Protuberanzen beobachten konnte............

Kein Wunder, dass mancher annimmt, im Norden interessiert sich niemand für Astro. Dabei ist der Wille zur Beobachtung eigentlich vorhanden, aber das Wetter hier wie immer gnadenlos schlecht. Nix Saturnbedeckung, keine normale Beobachtung, keine Sonne, einfach nix. Aber vielleicht sollte man sich hier eher von der praktischen Beobachtung verabschieden und sich theoretischen Themen zuwenden. Die sind wenigstens vom Wetter unabhängig.



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